Konzeption, Methoden, Abläufe

Konzeption, Methoden, Abläufe
Meldemodalitäten
Datenquellen
Erhobener Datensatz
Record-Linkage
Erhebung und Aufbereitung
Mortalitätsabgleich
Berechnung epidemiologischer Häufigkeitsziffern
Codierung
Mehrfachtumoren
Plausibilitätsprüfungen
• Datenqualität


Datenqualität


Zur Sicherung der wissenschaftlich fundierten Aussagekraft der Daten muss eine ständige Qualitätskontrolle und Darstellung der Qualitätsindikatoren erfolgen. Krebsregistrierung ist nur dann sinnvoll nutzbar, wenn eine hohe Datenqualität gesichert werden kann.


Die Datenqualität wird durch mehrere Komponenten beeinflusst:

• die Vollzähligkeit
– Erreichen Meldungen zu allen Krebserkrankungen das Register?
– Sind alle potentiellen Meldequellen eingebunden?

• die Vollständigkeit der Meldungen
– Die Meldung enthält fehlerhafte, ungenaue oder fehlende Angaben.

• die Validität der Daten
– Bei Meldung, Erfassung und Codierung (Umgang mit unvollständigen oder unkorrekten Angaben).
– Auswertung (Werden die richtigen Fälle berücksichtigt? Stimmen die Verteilungen und Populationsdaten?)


Es bedarf der jährlichen registerinternen Überprüfung der Daten mittels standardisierter Verfahren und Indikatoren. Die Stabilität der Daten über den Erhebungszeitraum wird überprüft und folgende Raten werden berechnet:

• Anteil der histologisch gesicherten Fälle
• Anteil der DCO-Fälle
• Anteil der Fälle mit unbekanntem Primärtumor
• Anteil der Fälle mit ungenauer Angabe des Sitzes innerhalb eines Organes
• Mortalitäts-Inzidenz-Quotienten für die Einzellokalisationen
• Anteil fehlender Angaben bei:
– Alter
– Geschlecht
– Diagnosedatum
– Histologie
– Wohnort


Weitere Möglichkeiten der Qualitätssicherung sind Wiedererfassungs- und Recodierungsstudien. Diese Methoden werden im Moment im Krebsregister Saarland noch nicht angewandt.